Das Alsbroich

Es mag sich mancher der neuen Mitglieder, aber auch mancher der neuen Eickener Bürger die Frage stellen, wie das Gelände in den Anfangsjahren ausgesehen hat. Die Karte vom 20. Oktober 1812 zeigt das Gebiet des Alsbroiches mit Teilen von Ober – und Untereicken, ein in Gemarkungen aufgeteiltes Bruch – und Wiesengelände. Der Name „Als“ wird erstmals am 1. November 1303 erwähnt, als in einer Urkunde ein Schöffe „Leonis de Als“ erwähnt wird, der Mitglied des Stadtkollegiums war. Man vermutet, dass dieser Schöffe der Namensgeber der Honschaft „Als“ war. Bis etwa 1850 war Eicken ein Ort mit viel Wald, Wiesen und Gärten. Vergleiche dazu findet man auch in den Büchern von Michael Wefers „Das Findelkind von Gladbach„ und „Jan van Werth und seine Zeit“, in denen zur Zeit des 30 – jährigen Krieges von 1618 - 1648 im Gebiet der heutigen Künkelstraße die „Könkelshött“ erwähnt wird, ein sumpfiges Gelände mit einem morastigen Teich oder See und der Trotzenburg. Nur die Gebiete an der heutigen Krefelder – und Neusser Straße waren trockener, sowie die Gebiete zum heutigen Hauptbahnhof. Noch heute ist ein Gefälle des Geländes vorhanden. Die Häuser waren verstreut an Wegen und Bächen erbaut worden. Es gab die drei Honschaften Obereicken, Untereicken und Als. Dazwischen lag ein Sumpf – und Bruchgelände mit dem Alsbach, das Alsbroich, in der Karte noch als „Conzenkamp“ bezeichnet. Ende des 19. Jahrhunderts, als die Blüte der Textilindustrie begann, wurden die Textilfabriken an den begradigten Lauf des Alsbaches gebaut, der vor der Kanalisierung des Baches etwa an der heutigen Martinstraße zwischen der Kleingartenanlage und den Fabriken verlief.. Bis etwa 1980 war der noch heute erhaltene Tunnel unter der Bahnstrecke Mönchengladbach – Viersen zu sehen, durch den der Alsbach einst floß (etwa 1 / 3 der Strecke Alsstraße – Künkelstraße auf dem heutigen Gardeur Gelände). Er begrenzte die Kleingärten zur Alsstraße hin. Der Tunnel ist heute von der Baumarktseite zugeschüttet, er hatte immerhin eine Höhe von 1,90 m und eine Breite von 3,50 m. Von der anderen Seite ist er durch Bäume und Sträucher verdeckt. Auf der anderen Seite begannen die Arbeiter, insbesondere nach Ende des ersten Weltkrieges ( 1918 !!! ), sich Gärten anzulegen um mit dem dort gezogenen Gemüse die ärgste Hungersnot zu lindern.